Mikronährstoffe in der Prävention von Krebs – Teil 2
Man vermutet, dass rund ein Drittel aller Krebserkrankungen auf Ernäh-rungs- und Lebensstilfaktoren zurück-zuführen sein könnte. Der Zusammen-hang zwischen Ernährung und Krebs-risiko ist sehr komplex und der Ein-fluss einzelner Ernährungsfaktoren schwierig nachzuweisen. Die Ergeb-nisse von Übersichtsstudien deuten darauf hin, dass eine krebspräventive Ernährung vor allem aus einem großen Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten besteht. Durch sie werden bei einer relativ geringen Energiedichte reichlich Ballaststoffe sowie unterschiedliche Mengen essen-zieller Mikronährstoffe, wie Vitamine, Carotinoide, Mineral-stoffe und Spurenelemente, zugeführt, die spezifische Mecha-nismen der Krebsentstehung beeinflussen könnten. Zahlreiche dieser Mikronährstoffe sind an der Instandhaltung der Erbin-formation (Desoxyribonukleinsäure, DNS) beteiligt und könnten so der Entstehung von Tumorzellen vorbeugen.
Brauchen wir Zufuhrempfehlungen für sekundäre Pflanzenstoffe?
Sekundäre Pflanzenstoffe (Phytoche-mikalien) sind biologisch aktive Stoffe, die in geringen Mengen in Pflanzen vorkommen. Gegenwärtig richtet sich das Hauptinteresse hierbei auf Caro-tinoide und polyphenolische Flavono-ide, die vermutlich zum Schutz vor degenerativen Erkrankungen wie Krebs oder Herz- und Gefäßkrank-heiten beitragen. Ihre Wirkung erzielen sie offenbar auf vielfältige Weise, zum Beispiel als Antioxi-dantien, antibakterielle oder antivirale Agenzien und Phyto-hormone, außerdem als Induktoren oder Inhibitoren einiger Schlüsselenzyme. Hinter dem Begriff sekundäre Pflanzen-stoffe verbirgt sich eine große Anzahl chemisch verschiedener Stoffe. Viele davon besitzen keine eigenständige physiologi-sche Funktion und es entstehen keine ausgeprägten Mangel-erscheinungen bei unzureichender Zufuhr. Deshalb ist es schwierig, Zufuhrempfehlungen für sekundäre Pflanzenstoffe aufzustellen.
Laut einer neuen Studie aus Australien schneiden Kinder, die im Mutterleib nicht mit genügend Jod versorgt wurden, im Alter von 9 Jahren bei Lese- und Schreibtests schlechter ab als ihre Altersgenossen.
Laut einer neuen Studie aus Großbritannien könnte eine regelmäßige Nahrungsergänzung mit Docosahexaensäure oder einer Multivitamin-/Mineralstoff-/Spurenelemente-Kombination das Auftreten von aggressivem und impulsivem Verhalten mindern und/oder zu einer verminderten Stressempfindlichkeit führen.