
Vitamin C, auch als Ascorbinsäure bekannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Im Gegensatz zu den meisten Tieren können Menschen Vitamin C nicht in ihrem Körper herstellen. Sie müssen es über die Nahrung aufnehmen.
Niedrige Konzentrationen von Vitamin C werden mit zahlreichen Herz-Kreislauf-Störungen wie Herzerkrankung, Hypertonie, Schlaganfall und Arteriosklerose und auch mit einigen Krebsarten in Verbindung gebracht. Eine ausreichende Vitamin-C-Zufuhr könnte dazu beitragen, das Risiko dieser Erkrankungen zu mindern.
Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C (Ascorbinsäure) ist wichtig, da es dem Körper hilft
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die die Gesetzgeber innerhalb der EU in wissenschaftlichen Belangen berät, hat bestätigt, dass Vitamin C einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat.
Die Zufuhr von Vitamin C trägt bei zu:
Niedrige Konzentrationen von Vitamin C werden mit einer Reihe von Erkrankungen in Verbindung gebracht, u. a. Bluthochdruck („Hypertonie“), Schlaganfall, einigen Krebsarten und Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Die Einnahme von Vitamin C in ausreichender Menge könnte dazu beitragen, das Risiko für einige dieser Erkrankungen zu mindern.
Herzerkrankungen
Wissenschaftliche Studien darüber, ob sich Vitamin C zur Vorbeugung gegen Herzinfarkt oder Schlaganfall eignet, haben keine eindeutigen Ergebnisse geliefert *. Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass Vitamin C den Cholesterinspiegel oder das Gesamtrisiko eines Herzinfarkts senkt. Einiges deutet jedoch auf eine Schutzfunktion für Arterien gegen Schäden (Arteriosklerose) in seiner Funktion als Antioxidans in.
Bluthochdruck
Bevölkerungsstudien zufolge haben Menschen, deren Ernährung reich an Antioxidantien (z. B. Vitamin C) ist, ein geringeres Bluthochdruck-Risiko (Hypertonie-Risiko) als Menschen mit einer weniger antioxidantienreichen Ernährung.
Krebs
Die Ergebnisse zahlreicher Bevölkerungsstudien lassen vermuten, dass es einen Zusammenhang zwischen einer Vitamin-C-reichen Ernährung und einer niedrigeren Krebsrate, u. a. Lungen-, Magen- und möglicherweise auch Brustkrebs, geben könnte. Da diese Nahrungsmittel jedoch nicht nur Vitamin C, sondern auch positiv wirkende Mikronährstoffe und Antioxidantien enthalten, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, dass Vitamin C vor Krebs schützt *.
Arthritis
Vitamin C ist unentbehrlich für die Bildung von Kollagen – einem Bestandteil des Knorpelgewebes – im Körper. Bei Osteoarthritis wird Knorpelgewebe zerstört. Dadurch entsteht Druck auf Knochen und Gelenke. Forschungsergebnisse weisen auf eine mögliche Beteiligung freier Radikale an dieser Zerstörung hin und darauf, dass Antioxidantien wie Vitamin C diese schädlichen Auswirkungen unter Umständen eindämmen könnten.
Es gibt Hinweise, dass bei Menschen mit einer Vitamin-C-reichen Ernährung seltener Osteoarthritis oder Gelenkrheumatismus diagnostiziert werden als bei anderen.
Altersbedingte Augenkrankheiten
Zusammen mit anderen Antioxidantien, insbesondere Beta-Carotin und Vitamin E, scheint Vitamin C die Augen gegen degenerative Beschwerden wie Katarakte und altersbedingte Makuladegeneration (AMD) – die häufigsten Ursachen von Erblinden (nach gesetzlicher Definition) bei Menschen über 55 – zu schützen. Vor allem Menschen mit altersbedingten Augenkrankheiten scheinen von Antioxidantien zu profitieren.
Andere Beschwerden
Es liegen zwar erst wenige Daten vor, aber Studienergebnisse lassen vermuten, dass Vitamin C auch zur Stärkung des Immunsystems beitragen könnte. Es sorgt für gesundes Zahnfleisch, schützt vor den Risiken der Sonneneinwirkung (Sonnenbrand oder Rötung), heilt Verbrennungen und Wunden, verringert die Symptome von belastungsindiziertem Asthma und hemmt die Absorption giftigen Bleis.
* Siehe auch Grundlagen – Die Komplexität der Mikronährstoffforschung
Hinweis:
Jede diätetische oder medikamentöse Behandlung mit hohen Dosen von Mikronährstoffen sollte nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.
Diabetes
Bei Personen mit Diabetes sind Herzerkrankung und Schlaganfall die häufigsten Todesursachen. Es gibt Hinweise auf eine verstärkte Aktivität der freien Radikale. Daraus ergab sich die Hypothese, dass eine erhöhte Zufuhr von antioxidativen Nährstoffen wie Vitamin C zur Senkung des Herzerkrankungsrisikos bei Diabetikern beitragen könnte. Bisher konnte in Versuchen bei zusätzlicher Verabreichung von Vitamin C keine positive Wirkung in Bezug auf die Behandlung (oder Vorbeugung) von Herzerkrankungen bei Diabetikern festgestellt werden *.
Erkältung
Studien haben gezeigt, dass die regelmäßige Einnahme von Vitamin-C-Ergänzungsmitteln (nicht erst zu Beginn der Erkältung) eine geringe Verkürzung der Erkältungsdauer um etwa einen Tag bewirkt. Bei Untersuchungen von Personen, die sich in extremen Umgebungen körperlich betätigen (z. B. Skiläufer oder Marathonläufer), schien Vitamin C das Risiko einer Erkältung zu senken.
* Siehe auch Grundlagen – Die Komplexität der Mikronährstoffforschung
Die empfohlene Tageszufuhr von Vitamin C schwankt je nach Alter, Geschlecht, Risikogruppe und anderen in den einzelnen Ländern angewandten Kriterien. Während in vielen europäischen Ländern für Erwachsene eine Tageszufuhr von 100 mg Vitamin C empfohlen wird, wurden in den USA 90 mg/Tag für Männer und 75 mg/Tag für Frauen als ausreichend definiert. Für Schwangere und stillende Mütter werden höhere Vitamin-C-Dosierungen empfohlen.
Ernährungsumfragen in Europa zeigen, dass nur etwa 50 % der Bevölkerung die empfohlene Menge an Vitamin C zu sich nimmt.
In den Industrieländern sind ernsthafte Mangelerscheinungen zwar selten, aber es gibt dennoch Hinweise auf einen möglichen leichten Vitamin-C-Mangel bei vielen Personen.
Rauchen senkt den Vitamin-C-Spiegel im Körper; Raucher laufen daher eher Gefahr, einen zu geringen Vitamin-C-Spiegel zu haben.
Zu den Anzeichen eines Vitamin-C-Mangels zählen trockenes Haar und gespaltene Haarspitzen, Zahnfleischentzündungen, raue, trockene oder schuppige Haut, verzögerte Wundheilung, Neigung zu Blutergüssen und zu Nasenbluten sowie eine verminderte Infektionsabwehr.
Die schwere Form des Vitamin-C-Mangels ist als Skorbut bekannt.
Vitamin C ist in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten. Besonders reichhaltige Vitamin-C-Quellen sind Zitrusfrüchte, schwarze Johannisbeeren, Paprika, grüne Gemüse wie Broccoli und Rosenkohl und bestimmte Obstarten wie Erdbeeren, Guaven, Mango und Kiwi. Je nach Jahreszeit enthält ein mittleres Glas (d. h. 100 g) Orangensaft zwischen 15 und 35 mg Vitamin C.
Es gab zwar Hinweise auf mögliche Probleme bei sehr hohen Dosierungen von Vitamin C, aber bisher konnten keine nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit bestätigt werden. Auch aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keinen Nachweis, dass Vitamin C in großen Mengen (bis zu 10 g/Tag bei Erwachsenen) schädlich ist.
Oberer tolerierbarer Zufuhrwert (Tolerable Upper Intake Level, UL)
In den USA wurde bei Vitamin C ein oberer tolerierbarer Zufuhrwert für Erwachsene von 2 g (2.000 mg) festgelegt, um Durchfallerkrankungen und Magen-Darm-Störungen zu vermeiden.
Arzneimittelwechselwirkungen
Hinweis:
Da die Möglichkeit einer Wechselwirkung besteht, sollte vor einer gleichzeitigen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten Rat von sachkundigem medizinischem Fachpersonal eingeholt werden.